Schlüsselschrank

Das Ziel war aus drei alten Eichenbohlen ein kleines Möbel zu tischlern. Hier für bot sich der kleine Schlüsselscharnk aus dem Buch "Kleine Schränke" von Doug Stowe an. Als erstes musste geklärt werden, ob das Holz in der Theorie für alle Bauteile reichen würde. Also alles aufzeichen und zusammenrechnen, was dafür benötigt würde. Bis auf einen Einlegeboden könnte alles aus einem Stück gefertigt werden nur der letzte Boden, der musste aus zwei Resten geleimt werden. Also wenn kein Fehler passieren würde dann würde auch alles reichen.

Bis auf die Tür war die Arbeit nicht besondes schwer, die Bohlen wurden entsprechend den Maßen mit der Bandsäge aufgetrennt und anschließend mit der Hobelmaschine auf Dicke gehobelt. Die Dachgiebel vorne und hinten mussten im passenden Winkel gesägt werden, das gelang am einfachsten mit einem Digitalen Winkelmesser, damit könnte man den Winkel vom Gehrungsanschlag am Schiebeschlitten auf die Neigung des Sägeblattes übertragen. Hier waren das 15°. Die Bretter für die Türe waren aufwendiger, diese mussten mehrfach gefräst werden, auf der einen Seite einen mm tiefer, als auf der anderen, damit man auf der Frontseite ein einheitliches Fugenbild bekommt. Also immer einen mm Abstand zum nächsten Brett.

Die Hirnholzseiten mussten auch gefräst, eigentlich gesägt, werden. Aus Mangel an Möglichkeiten, die Kreissäge betreffend, habe ich die Nut mit einem Scheibenfräser gefräst, leider geht da nicht mehr als 15mm, eigentlich wären 40mm vorgesehen gewesen.

Fertig sieht das Ganze dann innen so aus. Zwei Einlegeböden, die Rückwand wurde furniert mit Eichefurnier (Sperrholz 6mm).

Als Türknauf wurde eine hangefertigte Glasperle von Feuer und Flamme verwendet.