Schachbrett

Da wir zu Hause kein Schachspiel besaßen, war die die naheliegende Idee eines selber zu bauen. Es bestand die Wahl zwischen Furnier (Intarsien) oder Massivholz. Meinem Eindruck nach sieht Massivholz, gerade von der Seite, wesentlich edler aus, da man die Felder nach oben hin vom Rahmen absetzen kann.

Als erstes mussten also aus Zwetschgenklötzen und Ahornbohlen Bretter gesägt und dies dann auf gleiche Dicke (9mm) gehobelt werden Im Gegensatz zur Intarsienvariante ist das präzise zusägen der einzelnen Felder, zumindest mit meiner Baumarktkreissäge, nahezu unmöglich. Habe mich für die Feldgröße 5 cm entschieden und soweit es geht alle identisch zugesägt.

Danach ein Multiplexbrett 45cm x 45cm gekauft und mit Buchenleisten auf dem Tisch festgeklemmt so dass man die Felder zumindest an zwei Seiten bündig einsetzen kann. Danach festleimen. Da man nicht jedes der 64 Felder mit Klemmen verleimen kann, habe ich soforthaftenden Leim verwendet.

Das Ergebnis zeigt, dass die exakte Arbeit, was Dicke und Maße (5 cm x 5 cm) angeht nicht exakt gelungen ist:

Danach musste der Rahmen gesägt werden. Aus 1 Meter langen und 24 cm dicken Padouk-Brettern. Erst auf 50 cm zusägen dann auf gleiche Dicke hobeln. Das Ziel war die Bretter um ca. 30° anzufasen, was mit Kreissäge oder Frästisch nicht geht und mit dem Handhobel nicht bei allen Kanten gleich ausfallen wird. Also musste ich erst einen Hobelschlitten bauen der die Kanteln um 30° gedreht in die Hobelmaschine fährt:

Ergebnis:

Nun noch die Nut innen (1cm x 1cm) oben und die Nut (1cm x 0,4 cm) unten fräsen. In die obere Nut wird das Spielbrett eingesetzt, die untere dient als Platzhalter für die Schrauben, mit denen ich das Spielbrett an Rahmen befestigen will. Danach die Kanteln alle 45° ablängen.

Die Leimung im Stirnholz ist nie besonders stabil, daher habe ich zu Sicherheit mit Ahornfurnier noch Federn eingesägt, die die Leimung stabilisieren sollen.

Das Spielfeld wurde gewachst und auf hochglanz poliert.

Der Rahmen wurde mit Teaköl versetzt, da UV-Licht die schöne Farbe des Padoukholzes in eine fades grau verwandelt würde. Das Teaköl war mein einziges Holzöl, mit Pigmenten gegen UV-Licht.

Neue Figuren gekauft und das Ergebnis, ist für mich sehr zufriedenstellend geworden: